Fragen zur Gesetzeslage und einiges mehr.
Der Winter zieht sich rund um die Rosswildalm zurück und wir freuen uns auf die kommende Sommersaison. Wer noch nie oben war – oder einfach wieder Sehnsucht hat – schaut euch das Video unten an. Schöner kann man's kaum erklären. Kleiner Spoiler: Es gibt auch einen kürzeren Weg. Hier könnt ihr euren Aufenthalt buchen.
Sagen wir's direkt: Ab dieser Saison gibt es auf der Hütte kein Fließwasser mehr in Küche und Bad. Hintergrund ist eine neue Keimverordnung – die Verpächter müssten eine aufwändige Baumaßnahme oben durchziehen, um UV-gereinigtes Wasser einzuleiten. Das steht für uns in keiner passenden Relation zu einer Selbstversorgerhütte.
Heißt konkret: Der Brunnen vor dem Haus läuft weiter, der Bach ist gleich nebenan, Kübel zum Wasserholen stellen wir bereit. Kanal und Abfluss funktionieren wie bisher – die Duschkabine bleibt, das Wasser fließt dort in eine Sickergrube. Ab Juni hängen schwarze Duschsäcke samt ordentlicher Halterung in der Kabine; aufgewärmt werden die in der Sonne oder über dem Herd.
Die Österreichischen Bundesforste leiten aufgrund der neuen Vorschriften kein Wasser mehr ein. Die Alternative wäre gewesen, eine eigene Fassung zu bauen – per Hubschrauber, mit Bagger und Beton, mitten im schönsten Naturgebiet.
Das machen wir nicht.
Wer uns kennt, weiß: Wir setzen keine Fische in unsere Gewässer, weil der natürliche Bestand seinen eigenen Wert hat. Genauso wenig betonieren wir die Landschaft rund um die Hütte zu, nur um Warmwasser aus dem Hahn zu bekommen. Die Rosswildalm war immer ein Ort, an dem Natur vor Komfort kommt – und das bleibt so.
Brunnen, Bach, frische Bergluft und eine Hütte, die ehrlicher nicht sein könnte. Weniger Infrastruktur, mehr Berg. Wer hier raufkommt, sucht genau das.
Übrigens: Die „Rosswildalpe" wurde schon 1570 urkundlich erwähnt. Angeblich waren Kaiser Maximilian und Maria Theresia auch schon oben – ob die wohl die Fische raufgetragen haben?
Alle Infos und Anmeldung unter www.rosswildalm.at.
Bis bald da oben über der Baumgrenze bei den Zirben!
Jedes Jahr das gleiche Ritual: Die Tage werden länger, die ersten Mails trudeln ein, ob die Saison schon gestartet ist, und irgendwann steht man wieder mit der Rute am Wasser. Alles fühlt sich vertraut an – die Weste, die Dose mit den Fliegen, der Geruch nach Neopren. Und dann steigt der erste gute Fisch der Saison ein, der Drill fühlt sich großartig an, und – zack. Vorfach ab. Nicht weil der Fisch zu stark war. Sondern weil das Vorfach den Winter im Handschuhfach verbracht hat.
Das Tückische an Nylon ist, dass es seinen Verfall nicht ankündigt. Es wird nicht gelb, es stinkt nicht, es sieht aus wie immer. Aber UV-Strahlung zersetzt Polyamid zuverlässig, und nach ein bis zwei Saisons – weniger, wenn die Spule den Sommer auf dem Armaturenbrett verbracht hat – ist die angegebene Tragkraft bestenfalls eine Erinnerung.
Fluorocarbon ist bei Lagerung gutmütiger, weniger UV-empfindlich. Aber auch hier gilt: „Lag nur im Schrank" ist kein Qualitätssiegel.
Mein Test ist simpel: Ein Stück abrollen, Knoten rein, daran ziehen. Fühlt sich die Tragkraft noch richtig an? Gut. Zögert man? Weg damit. Vorfachmaterial kostet ein paar Euro. Zum Beispiel bei uns im Shop. Ein Fisch mit Vorfachrest im Maul kostet mehr.
Fluorocarbon bricht das Licht ähnlich wie Wasser, ist abriebfester und sinkt schneller – höhere Dichte. Beim Nymphenfischen, wo die Fliege zügig runter soll, macht das einen Unterschied. Nylon ist geschmeidiger, knotenfreundlicher und für die meisten Situationen an der Oberfläche nach wie vor die erste Wahl.
Ein Wort der Warnung: Wer FC auf Nylon knotet, sollte seine Verbindungen kennen. Die Materialien verhalten sich unterschiedlich, und mancher Knoten, der mit Nylon auf Nylon bombenfest hält, rutscht bei der Misch-Verbindung klaglos durch. Frag mich, woher ich das weiß.
Es gibt diesen Reflex, möglichst dünnes Vorfach zu fischen. Als würde ein 0.12er den Unterschied zwischen Fisch und Schneider machen. In der Praxis: Wildfische haben das Vorfach gesehen, bevor du den ersten falschen Wurf gemacht hast. Die Präsentation entscheidet, nicht der Durchmesser.
Was ein zu dünnes Vorfach aber garantiert: einen langen, zähen Drill. Und ein langer Drill bedeutet Stress – für den Fisch, nicht für das Instagram-Reel. Wer Wildfische befischt, die sich in ihrem Gewässer behauptet haben ohne dass jemand nachgeholfen hat, der schuldet ihnen einen sauberen, zügigen Drill. Ein ehrliches 0.16er oder stärker, Fisch sicher ins Netz, kurz Haken lösen, zurück. So geht das.
Jetzt zum unbequemen Teil. Nylon zersetzt sich über Jahrhunderte zu Mikroplastik. Fluorocarbon noch langsamer – da reden wir von Jahrtausenden. Ein Stück Vorfach, das heute am Ufer liegen bleibt, ist ein Problem für Generationen, die das Wort „Fliegenfischen" vielleicht gar nicht mehr kennen.
Wer sich einmal anschauen möchte, woraus sich der Plastikmüll in unseren Gewässern eigentlich zusammensetzt, dem sei das WWF-Faktenblatt zu Plastikmüll empfohlen. Ernüchternd.
Es sollte selbstverständlich sein, jeden Rest Vorfach wieder mit nach Hause zu nehmen. Ist es aber offensichtlich nicht, wenn man sich manche Ufer anschaut.
An dieser Stelle eine Empfehlung, die bei uns keine Empfehlung mehr ist, sondern Pflichtausrüstung: der Monomaster. Ein kleines Gerät, das Vorfachreste aufwickelt und sicher verwahrt. Kein Fummeln, kein loses Nylon in der Weste, keine Ausreden. Seit wir den nutzen, geht keiner von uns mehr ohne ans Wasser.
Die Vorgeschichte dazu ist zu gut, um sie nicht zu erzählen. Als Martin die erste Charge Monomaster bestellte – überzeugt vom Produkt, begeistert von der Idee – kam das Paket an. Der Inhalt: ein Gerät zur Vermeidung von Plastikmüll am Wasser. Die Verpackung: Unmengen Plastik. Martin hat dem Hersteller geschrieben, und tatsächlich: Heute wird der Monomaster in einer schicken Papierverpackung geliefert, mit „Fliegenfischen mit Herz"-Design. Manchmal reicht ein Anstoß, manchmal muss man ihn nur geben.
Ersatz-Vorfächer und den Monomaster findet ihr bei uns im Shop.
Tight lines und einen guten Saisonstart – mit frischem Vorfach.
HUCHEN VERSUS OTTER – eine Arbeit von Clemens Ratschan – und wer sehen will wie sich Naturfisch mit Otter und fischereilicher Entnahme im Gleichgewicht hält, der liest mal bei www.diebewirtschafter.at über die OIS und die generellen Ideen von „DIE BEWIRTSCHAFTER“ nach.
Beim Fischen fallen immer wieder Schnurreste an. Ob beim Wechseln des Vorfaches, einem Köderwechsel oder bei einem missglückten Wurf, der zu Verwicklungen führt. Aber wohin mit den Schnurresten? In die Hosentasche oder in die Fliegenfischerweste, wo sich die Schnur im Reißverschluss verbeißt? Da wir als Fischer umweltbewusst agieren, wissen wir, dass die Entsorgung von Schnurresten in die Natur keine Option ist. Die Schnurreste brauchen hunderte von Jahren, um abgebaut zu werden. Sie bilden tödliche Fallen und Schlingen für Vögel, kleine Säugetiere, Fische und andere Tiere. Der Monomaster ist hier die Lösung gegen Plastikmüll dafür!
Das kleine, unscheinbare, jedoch umweltfreundliche, Werkzeug sammelt ihre Schnurreste auf und sorgt dafür, dass diese dahin kommen, wo sie auch hingehören – in den Müll. Der Monomaster sammelt zum Beispiel überschüssiges Vorfachmaterial, wie ein Lockenwickler und vereint Naturschutz sowie Gewässerschutz mit dem Schutz von Vögeln und Fischen. Das Vorfachmaterial wird einfach über die Spule in den Monomaster eingezogen. Wenn der Monomaster voll ist, wird die Spule rausgezogen und das Vorfach mit einer Schere aufgeschnitten, damit man es anschließend richtig entsorgt. So bleiben sowohl die Umwelt, als auch ihre Hosen- & Westentaschen und Angelkisten sauber und ordentlich. Und böse Überraschungen in der Waschmaschine bleiben aus 🙂
Hurra, das neue Tiroler Fischereigesetz 2021 ist da. Es dreht sich alles um die rechtlichen Voraussetzungen, um in Tirol den Fischfang ausüben zu dürfen. Im Artikel findet ihr zuerst allgemeine Infos, dann ein kleines Fazit und am Ende das Gesetz zum Download für euch.
Eine gültige Tiroler Fischerkarte (Scheckkarte mit Lichtbild und QR-Code) ist die Voraussetzung für die Ausübung des Fischfanges in den Tiroler Gewässern. Sie dient als Nachweis über die fischereifachliche Eignung und die Mitgliedschaft im Tiroler Fischereiverband und ist bei der Fischerei in Tirol immer mitzuführen.
Die Erstausstellung erfolgt durch die jeweilige Bezirksverwaltungsbehörde (Bundeshauptmannschaft oder Stadtmagistrat Innsbruck). Für die Erstausstellung wird eine Terminvereinbarung mit der Behörde empfohlen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 100,- Euro – darin enthalten sind die Kosten für die Ausstellung und der TFV-Jahresmitgliedsbeitrag. Grundsätzlich benötigt man für die Ausstellung der Tiroler Fischerkarte eine Fischerprüfung (Tiroler Unterweisung, Tiroler Aufsichtsfischerprüfung oder eine Namenskarte, welche man für das Jahr 2016, 2017, 2018, 2019 oder 2020 besessen hat).
Die Fischerkarte ist immer für ein Kalenderjahr und in ganz Tirol gültig. Kartenverlängerungen können sicher und bequem von zuhause aus über das online TFV-Mitgliederportal iFisch abgewickelt werden. Zu beachten: Sollte der Mitgliedsbeitrag nicht bis zum 30. April eines jeden Jahres auf das Konto des Tiroler Fischereiverbandes einbezahlt werden, ist eine Verlängerung der Tiroler Fischerkarte nicht mehr möglich. In diesem Fall muss eine neue Tiroler Fischerkarte bei der jeweiligen Behörde beantrag werden.
Für nähere Informationen zur Tiroler Fischerkarte, bitte diesem Link folgen: https://www.tiroler-fischereiverband.at/rechtliches/tiroler-fischerkarte.html
Diese Alternative zur Tiroler Fischerkarte ist für Urlaubsgäste und Gelegenheitsfischer*innen gedacht. Die Gastfischerkarte wird von dem/der Bewirtschafter*in oder den Ausgabestellen der Tageslizenzen ausgestellt und ist immer 14 Tage und für ganz Tirol gültig.
Für nähere Informationen zur Tiroler Gastfischerkarte, bitte diesem Link folgen: https://www.tiroler-fischereiverband.at/rechtliches/gastfischerkarte.html
Neben der Tiroler Fischerkarte und der Gastfischerkarte wird eine Fanglizenz für das zu befischende Revier benötigt. Die Fanglizenzen (Tages- oder Jahreslizenzen) werden von dem/der Bewirtschafter*in für das jeweilige Revier ausgestellt und stellen die privatrechtliche Befugnis dar, den Fischfang in einem bestimmten Fischereirevier auszuüben.
Für nähere Informationen zu den Fanglizenzen, bitte diesem Link folgen: https://www.tiroler-fischereiverband.at/rechtliches/voraussetzungen-fuer-das-fischen.html
Personen, welche erst mit der Fischerei beginnen wollen, müssen zuerst die Tiroler Fischerprüfung absolvieren. Diese besteht aus einem mind. 2-tägigen Ausbildungskurs mit anschließender schriftlicher Prüfung in Form eines Multiple-Choice-Tests.
Fischereiliche Ausbildungen anderer Bundesländer und Staaten werden anerkannt. Zum Beispiel: Südtiroler Fischerprüfung, Deutscher Angelschein oder Schweizer SaNa-Ausweis.
Ein allgemeines Erklär-Video zum neuen Tiroler Fischereigesetz findet sich unter: https://vimeo.com/491180680
Die Richtung stimmt auf jeden Fall. In Zukunft kann man sich mit der Tiroler Fischerkarte die jährlichen Behördengänge und die in diesem Zuge anfallenden Mühen und Kosten sparen. Jedoch immer unter der Bedingung, dass der TFV-Mitgliedsbeitrag bis zum 30. April eines jeden Jahres entrichtet wird.
Zu bemängeln gilt es, dass ein Großteil aus dem Tiroler Jagdgesetzt übernommen worden ist. Zum Beispiel die Regelung in Hinblick auf die Revieraufsicht. Es ist nur mehr möglich die Fischereiaufsicht in einem Fischereirevier auszuüben. Nur, wenn Fischereireviere örtlich zusammenhängen, kann von diesem Grundsatz mit Zustimmung der Bezirksverwaltungsbehörde abgegangen und eine Ausnahme erteilt werden.
Die Besatzregelungen sind leider noch immer veraltet und es ist schade zu sehen, dass sich Gesetzte nicht nach wissenschaftlichen Erkenntnissen richten bzw. zumindest orientieren.
Auf den Seiten der Behörden kam es mit dem neuen Tiroler Fischereigesetzt zu Komplikationen bei der Erstausstellung der Fischereikarten. Im Prinzip geht es darum, dass die Kundmachung noch nicht offiziell ist. Aus diesem Grund darf die BH & Stadtmagistrat Innsbruck keine Fischereikarten nach dem neuen Fischereigesetz ausstellen.
Sie müssen nicht nach Kanada, um in unberührter Natur zu fischen. Seit einem Jahrzehnt bewirtschaften wir unsere Reviere ohne Besatz und unsere Bäche, Achen, Gebirgsseen sind so voll, wie es nur die Natur zulässt. Unsere Mission ist es Gewässer sinnvoll und im Einklang mit der Natur zu bewirtschaften. Wir erhalten und bringen Gewässer mit viel Geduld, Liebe und professioneller Arbeit zurück zu ihrem ursprünglichen Zustand, damit die nächsten Generationen: Kinder, Enkelkinder und deren Kinder auch ihre Freude damit haben.
Naturgeborene Forellen auf Sicht in glasklarem Wasser zu fangen ist kein leichtes Unterfangen. In unseren Kursen, Guidings und Spezialschulungen lernen Sie die hohe Kunst des Fliegenfischens individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt – ob Sie es einfach nur mal ausprobieren wollen oder schon ein fortgeschrittener Fischer sind. Wenn Sie auf ein besonderes Naturerlebnis aus sind, können Sie gerne in einer unserer Hütte samt Familie und Freunde die Tage voller Entspannung und frischer Bergluft verbringen. Unterstützen Sie auch gerne unser Sozialprojekt in Kenia durch den Kauf ihrer Fliegen. Schauen sie einfach in den Shop.
Kontaktieren Sie uns gerne bei persönlichen Fragen. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung und hoffen Sie bei einem Guiding oder Kurs an einem unserer Gewässer persönlich kennen zu lernen. Jederzeit erhalten Sie auch Tageslizenzen für die Wildalmseen oder die Steinberger Ache.