Vom Kiesel zur Au – mein Besuch beim INN DIALOG 2026
Am 21. Mai war ich beim INN DIALOG 2026 in Innsbruck. Das Motto stand schon auf dem Plakat: „Vom Kiesel zur Au – Gemeinsam den Stein ins Rollen bringen." Klingt nach Fluss-Romantik, war in großen Teilen aber eine sehr kompetente Fachtagung. Es ging um Renaturierung, Geschiebemanagement, Laichhabitate, Restbestände wilder Fische – exakt das, worum es uns bei Fliegenfischen mit Herz geht.
Wem das zu viel Text ist, kann sich die folgenden zehn Kurzfilme zum Projekt anschauen:
Worum geht's bei INNsieme connect überhaupt?
INNsieme connect ist die Fortsetzung des Projekts INNsieme (2019–2022), ermöglicht durch die Kofinanzierung der Europäischen Union im Rahmen des Förderprogramms Interreg Bayern-Österreich sowie durch die Förderung durch das Land Tirol. Um dem Inn gerecht zu werden, ist das Projekt grenzüberschreitend angelegt. Projektpartner aus Tirol, Bayern und dem Schweizer Engadin sitzen am selben Tisch und arbeiten an drei Schienen: Artenschutz, Wiederherstellung ökologischer Netzwerke und Kommunikation. Der Inn wird als ein zusammenhängender Lebensraum gedacht, nicht als Aneinanderreihung von nationalen Flussabschnitten.
Der erste Tag war eine Konferenz in der Villa Blanka am Innsbrucker Hang. Das Eventcenter sitzt schön über der Stadt, sodass man, während man über Renaturierungs-Visionen diskutierte, auf die verbaute Realität des Inns blicken konnte. In der Folge möchte ich die für mich interessantesten Inhalte kurz wiedergeben.
EU-Recht im Fluss – Marlene Schaffer (ÖKOBÜRO)
Den Aufschlag machte die Umweltjuristin Marlene Schaffer vom ÖKOBÜRO mit dem Rechtsrahmen. Klingt trocken, war aber einer der erhellendsten Beiträge, weil hier sichtbar wird, warum sich am und um den Inn so wenig bewegt.
Um das Ganze grundlegend zu verstehen, versuche ich mich an einer kurzen, sicher nicht ganz korrekten Wiedergabe: Die Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist seit 2000 EU-Recht und macht diverse Vorgaben, um gute ökologische Zustände in unseren Gewässern zu erreichen. Die Mitgliedstaaten müssen dieses Ziel bis 2027 erreichen. Eigentlich schon früher, aber Österreich hat schon zwei Mal Verlängerungen der Frist beantragt.
Die Richtlinie wird in Österreich juristisch im Wasserrechtsgesetz umgesetzt. Besonders wichtig ist § 30a mit dem Verschlechterungsverbot und Verbesserungsgebot. Grundsätzlich dürfen keine Maßnahmen – z. B. Hochwasserschutz und Kraftwerksbau – den ökologischen Zustand verschlechtern, und sie sollten immer so erfolgen, dass durch Ausgleichsmaßnahmen oder gute Planung der Zustand verbessert wird.
Wie schwer es diese gute Absicht jedoch in der Praxis hat, zeigt die Genehmigungslogik beim Kraftwerksbau (§ 104a). Hierbei werden öffentliche Interessen geprüft, und Klimaschutz bzw. erneuerbare Energie kann ein „überragendes öffentliches Interesse" darstellen. In diesem Fall kann dann § 30a ausgehebelt werden.
Can we go wild again? Die Geschiebe-Habitat-Studie
Für mich das Highlight des Tages. Ueli Schälchli (Flussbau AG) und Peter Rey (HYDRA Institut) haben die Ergebnisse der Geschiebe-Habitat-Studie zur freien Fließstrecke des Tiroler Inns präsentiert und damit zum ersten Mal seriös durchgerechnet, was möglich wäre. Untersucht wurde die rund 120 km freie Fließstrecke von Imst bis Wörgl.
Um zu verstehen, wo wir her kommen und hin wollen vorab ein bisschen Theorie aus Schälchli 2021. Das Diagramm auf der linken Seite zeigt wie viel Platz der Fluss für seine Wassermenge hat und wie viel grobes Geschiebe er mit sich trägt. Konkret sehen wir nach oben die Breite im Verhältnis zur Tiefe. Je mehr Platz ein Fluss in die Breite hat, desto eher verzweigt er sich. Nach rechts die ist die Tiefe in Verhältnis zum Korndurchmesser der Steine der Sohle eingezeichnet. Links finden wir kleine steile Gebirgsflüsse, die sich selten verzweigen.
Rechts sind fünf Flusstypen eingezeichnet, die dabei entstehen. Der Tiroler Inn war im Naturzustand Typ 1 und 2 (ganz oben). Wir kennen mangels Breite und Geschiebe nur noch Typ 5.
Ausreichende Breite auf ausreichender Länge fehlt heute praktisch vollständig, da der Inn in ein enges Korsett gezwängt ist. Die Sohlenbreite ist auf ein Drittel bis die Hälfte des Ursprungs eingeschränkt und kaum noch variabel. Ganz breite Stellen bis 300 m, die früher die Hotspots der Diversität und die Kernlebensräume waren, gibt es heute nicht mehr. Bitter dabei: Selbst die Schutzgebiete sind heute weit vom ursprünglichen Zustand entfernt. Die eigentlich typische, vollständig ausgeprägte Auenlandschaft mit vielen Inseln und Auwald im Flutbereich fehlt. Genau diese, z.B. bei der renaturierten Stelle in Telfs angedeutet, benötigen aber viele Arten im und am wasser.
Beim Geschiebe ist das Bild ähnlich: Die großen Zubringer liefern viel zu wenig, die Fracht liegt bei etwa 60 % des Naturzustands, mit dem größten Defizit im unteren Bereich. Und je weniger Geschiebe, desto weniger verzweigt der Fluss, selbst wenn er ausreichend Breite hätte. Für eine natürliche Morphologie bräuchte es laut Studie eher 65–75 %. Das klingt immerhin nicht unerreichbar.
Konkret hat das Team 24 mögliche Aufweitungen identifiziert, davon drei als große Kernlebensräume. Diese Aufweitungen würden bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen beanspruchen. Besonders wichtig sind die Kernlebensräume mit mehreren hundert Metern Breite und bis zu 5 km Länge. Diese werden benötigt, damit sich die Gestalt des renaturierten Flusses mit Kiesbänken und Auwald ausprägen und sich ausreichend große Quellpopulationen an Tieren und Pflanzen langfristig ansiedeln können. Von dort aus können sich stabile Gesamtpopulationen in Verbindung mit den 21 kleineren Aufweitungen ergeben und sich über die gesamte Strecke verteilen.
Der Clou: Der Hochwasserschutz würde dabei eher besser, nicht schlechter. Selbst mit höherer Sohlhöhe und mehr Geschiebe wurden geringere Hochwasserspitzen als im jetzigen Zustand errechnet.
Und was das für uns Fischer bedeutet, zeigt der Blick ins Oberengadin, wo so etwas schon existiert: Im Vergleich zu einer kanalisierten Strecke gab es dort nach der Renaturierung 2,5- bis 5-mal so viele Bachforellen, bei der Äsche sogar das 5- bis 20-Fache. Profitieren würden vor allem auch Barbe und Nase und andere Vertreter der Barbenregion, die es leider im Tiroler Inn kaum noch gibt.
Fischökologisches Management Hand in Hand mit Kraftwerksbetreibern und Hochwasserschutz
Der Vortrag „Fischökologisches Management in alpinen Flüssen" kam von Julius Gorenz (TU München) und Johannes Wesemann (VERBUND Innkraftwerke). Kieslaicher wie Bachforelle, Äsche und Nase legen Eier ab, aus denen Larven im Kies heranwachsen. Dafür brauchen sie schnell überströmte Bereiche mit grobem Kies, der nicht von Feinsediment verschlossen ist. Dass es genau diese Bereiche kaum noch gibt, ist eines der größten Hindernisse für natürliche Reproduktion am Inn (Spindler & Wintersberger 2005).
Die Lösung ist die Bereitung solcher Kiesauflagen durch Einbringen von Kies oder das Umgraben und Ausspülen der Feinsedimente. Beispiele hierfür finden sich auch beim Tiroler Fischereiverband. Solche Eingriffe müssen im Februar für die Frühjahrslaicher bzw. von August bis Oktober für die Bachforelle durchgeführt werden. Hierdurch kann die heimische Population unterstützt und Besatz vermieden werden.
Die Wirksamkeit wurde im Projekt durch 28 Pilotflächen von Stams bis fast Passau belegt. Laichflächen wurden mittels Driftstudien untersucht. Das sind feine Netze, die die Fischlarven aus der Strömung unterhalb der Laichplätze aufsammeln. Hierdurch lassen sich unveränderte Standorte und künstliche Laichplätze vergleichen.
Die Artenzusammensetzung und Produktivität ist im betrachteten Bereich sehr unterschiedlich: in Stams wurden nur drei Arten erfasst (Nase, Äsche, Koppe), in Ering flussab schon 17. Zudem zeigte sich: Laichplatz-Management wirkt stark, muss aber jährlich wiederholt werden, weil sich frisch eingebrachter Kies sonst schnell wieder zusetzt (Stichwort Kolmation – der Verschluss der Porenräume durch Feinsediment, den man durch Auflockern mit Bagger plus Kieszugabe lösen kann). Am schlauesten ist es, das in bestehende Maßnahmen zu integrieren: Wenn der Bagger des Kraftwerksbetreibers ohnehin eine Kiesfalle in einem Nebengewässer räumt, kann er einen kleinen Teil des Substrats gleich am richtigen Platz wieder einbauen. Ansonsten bleibt nur der schweißtreibende Einsatz mit Spitzhacke und Schaufel, wie es der Huchen-Franz Keppel seit Jahren für den Huchen an der Mur praktiziert.
Es gibt aber auch klare Grenzen: Wo Schwall und Sunk herrschen, hilft das alles nichts – Beispiel Ziller. Was öfter trockenfällt oder zu warm wird, ist tot. Eier überleben zwar ein kurzes Trockenfallen, wenn es feucht und kühl bleibt – aber über 18 °C plus Trockenfallen ist es vorbei.
Wesemann hat dann die VERBUND-Perspektive aus dem Stauraum eingebracht: Kufstein ist der Kipppunkt. Ab dort wird Geschiebe nicht mehr weitertransportiert, es kommen nur noch Feinsedimente an, Kiesbänke werden rar. Stauräume sind schwierige Lebensräume, die häufig nur als größerer Angelteich mit starkem Besatz bewirtschaftet werden. Die Frage ist deswegen, wie man dort im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie Ersatzlebensräume schafft und gleichzeitig den Stauraum für die Kraftwerksbetreiber erhält. Diese haben eine Unterhaltsverpflichtung, die Natur- und Artenschutzbelange ausreichend berücksichtigen muss. Maßnahmen im Gewässer müssen vorher von der zuständigen Behörde genehmigt werden. Hier tut sich der VERBUND leichter, wenn nötige Eingriffe, z. B. das Freischaufeln von verlandeten Bereichen, gleich mit Strukturverbesserungen wie Laichplätzen und Kiesbänken vereinigt werden. Das spart Kosten und erleichtert die Genehmigungsverfahren, die in diesem Fall gleich von der TU München für die ökologische Kompetenz begleitet wurden. Nicht nur Dienst nach Vorschrift, sondern ein sinnvolles Konzept. Die vielen Maßnahmen auf der Maßnahmenkarte des Projektes zeigen, was durch starke Partnerschaften kosteneffizient erreicht werden kann.
Den Abschluss der Session machte Fabian Scheeder als Tourismusmanager der Gemeinde Bever mit der Revitalisierung der Innauen bei Bever im Oberengadin. Auch hier war der Auslöser eine wasserbauliche Notwendigkeit und die Revitalisierung die rationale Entscheidung: Marode Dämme mussten ohnehin saniert werden. Aus der Notwendigkeit wurde eine Revitalisierung ausgehend von einer komplett kanalisierten Strecke. Dasselbe Muster wie zuvor: Naturschutz gelingt dann, wenn er an eine ohnehin anstehende Maßnahme andockt. Dass das Projekt nun unter der Schirmherrschaft des Tourismusmanagements steht, zeigt zudem, dass hier nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern auch lebenswerte Orte für Zweibeiner geschaffen werden.
Ernüchterndes aus dem Reich der Amphibien
Jetzt wurde es düster. Florian Glaser – Biologe und Amphibienexperte – fragte „Last frog standing?" und legte den Status quo der Amphibien im Tiroler Inntal auf den Tisch. Der Grasfrosch war früher eine Grünlandart, man konnte ihn zu Tausenden auf Wiesen und Weiden als Nahrungsmittel sammeln. Mit der Mechanisierung der Mahd kippte das. Zunächst waren zu viele Kadaver im Schnitt, das Heu verfaulte. Heute kein Problem mehr, man findet auf keiner Wiese mehr einen Frosch.
Schon die letzte große Erhebung vor 30 Jahren war ein Armutszeugnis. Seitdem hat sich die Grasfrosch-Population mehr als halbiert. Anspruchsvollere Arten stehen noch schlechter da, im Auenbereich des Inns ist faktisch nichts mehr. Bei der aktuellen Bedrohung steht beim Grasfrosch die Frühjahrstrockenheit im Vordergrund (die Laichgewässer fallen zu schnell trocken), bei der Erdkröte ist die Ursache unklarer. Engagierte Leute behelfen sich mit Kunststoffwannen als Ersatz-Laichgewässer. Eine traurige Analogie zum Laichplatzmanagement mit Spitzhacke und Bagger.
Genau da setzte Ilse Englmaier (Fau/Na Büro) mit der „mühsamen Suche nach der Gelbbauchunke im bayerischen Inntal südlich von Rosenheim" an. Amphibien-geeignete Kleingewässer werden oft mit Goldfischen besetzt und müssen wieder fischfrei gemacht werden. Dazu Probleme, an die man nicht sofort denkt: Hunde mit Zeckenschutz- und Flohmitteln, die in den Tümpeln baden und das Wasser vergiften. Unrühmliches Negativbeispiel: Ein Fischereiverein hat ein Amphibienbecken mit Regenbogenforellen besetzt. Ihr Kernpunkt: Weil die Flussdynamik fehlt, entstehen keine neuen fischfreien Gewässer mehr – und die Lurche brauchen genau die. Hiermit schließt sich der Kreis zur Geschiebe-Habitat-Studie. Der Inn braucht wieder die Chance, Lebensräume zu schaffen.
Einen versöhnlichen Abschluss gab es mit Dorena Buchmeier (Naturium am Inn) und Wolfgang Bacher (Verein natopia): Die beiden bilden INN-Guides aus und holen unter anderem über Schulexkursionen die nächste Generation an den Fluss.
Mein persönliches Fazit
Wenn ich den Tag in einem Satz zusammenfassen müsste: Die globalen Probleme haben sich seit der Studie INN 2000 (vgl. Spindler & Wintersberger 2000) kaum verändert. Im Tiroler Inn sind noch immer kaum Arten zu finden, die dorthin gehören. Weder im Wasser (Regenbogenforelle als Leitfisch?) noch in den fehlenden Auen. Es gibt ein zaghaftes Comeback der Nase, doch das Zusetzen der Sohle mit Feinsediment verhindert weiterhin Laich und Insektenproduktivität. Im Oberlauf drücken weiter Schwall und Sunk. Immerhin sieht man auf der Massnahmenkarte des Projekts einige lokale Ansätze.
Es würde auch im Großen gehen. Die Geschiebe-Habitat-Studie zeigt, dass mehr Raum und Geschiebe für den Inn die Ziele des Hochwasserschutzes und des Naturschutzes vereinen könnten. Auf dem Weg dahin braucht es vor allem Problembewusstsein und Vernetzung von Fachkompetenz. Wie es gehen kann, zeigen die VERBUND-Beispiele. Wenn der Bagger sowieso im Wasser arbeitet, kann er gleich einen Laichgrund aufschütten. In persönlichen Gesprächen, etwa mit Vertretern aus dem Hochwasserschutz, merkt man, dass Renaturierung längst als State of the Art gilt, dieser aber auch an anderen Fronten zu kämpfen hat. Deswegen klaffen zwischen Wasserbau, Ökologie und Fischerei noch immer Verständnislücken. Austauschformate wie der INN DIALOG sind deshalb genau richtig. Schade deswegen, dass die TIWAG sowohl im Projekt als auch bei der Veranstaltung durch Abwesenheit glänzt. Auch in der TIWAG gibt es sicherlich genug heimat- und naturverbundene Mitarbeitende, die gerne auch mal die ein oder andere Naturschutzmaßnahme unterstützen würden.
Der Inn braucht diese Hilfe: Im aktuellen Zustand geht es nicht ohne wiederkehrende Maßnahmen (Laichplatzbereitung und Co.), weil seine Regenerationsfähigkeit nicht mehr gegeben ist. Das ist im strengen Sinn nicht „nachhaltig", weil man immer wieder ran muss. Wenn wir das nicht tun, dann denken kommende Generationen, es sei normal, dass der Inn ein begradigter Angelteich mit Regenbogenbesatz und Steinpackungen als Ufer ist. Genau wie ich in keiner Wiese einen Grasfrosch mehr erwarte. Diese Verschiebung dessen, was wir als Normalzustand akzeptieren, ist der eigentliche Feind.
Zum Schluss noch mein Aufruf, mit einem kräftigen Augenzwinkern und doch ganz ernst gemeint: Wenn ihr Fische in Gewässern seht, in die sie nicht gehören – Goldfische im Amphibientümpel, Besatzforellen im Unken-Becken –, dann entnehmt sie. Wildnis verteidigt sich nicht von selbst.
Und ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten des INNsieme connet Projekts für ihre Arbeit und die gelungene Konferenz. Dank auch an Inn-Fischer Sepp für die wunderschöne Fliege.
Referenzen
Schälchli, U. (2021). The influence of annual bedload on channel width. In Proceedings of the International Symposium on Bedload Management 2021, Interlaken, 8.–10. November 2021 (S. 44–47). Wasser-Agenda 21 & Bundesamt für Umwelt (BAFU). https://doi.org/10.3929/ethz-b-000513098
Spindler, T., & Wintersberger, H. (2005). Einfluss der Wasserkraftnutzung auf den fischökologischen Zustand des Tiroler Inn. Natur in Tirol – Naturkundliche Beiträge der Abteilung Umweltschutz, 12, 94–105. https://www.zobodat.at/pdf/Natur-in-Tirol_12_0094-0105.pdf